Es gibt nun auch die Möglichkeit mit mir in Kontakt zu treten.
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Mein Weg der Selbsterforschung hat mich über viele verschiedene Stationen geführt, wobei jede wichtig und wertvoll war. Auch jene, die mich vermeintlich in Sackgassen geführt haben. Ich kann aus allem etwas lernen.

Ich habe lange als Therapeutin mit der Primärtherapie gearbeitet und habe gelernt, dass das Leben durch unsere täglichen Erfahrungen unser Lehrmeister ist und unsere Aufgabe darin besteht, in unseren Alltag immer mehr Bewusstheit und Liebe zu bringen. Ist mein Leben freudlos und unlebendig geworden, ist es wichtig nach Innen zu schauen und zu erforschen, was mir im Wege steht. Wichtige Hinweise das etwas nicht stimmig ist, sind Ärger und Groll und natürlich die Angst. All das sind wichtige Indikatoren, Hinweise, da ist etwas unerlöst. Da gilt es hinzuschauen.

Wir hinterfragen, was ärgert mich wirklich und ist es wahr, das ich mit der äußeren Situation hadere. Oder hat der/die andere nur etwas ausgelöst, was ich schon lange mit mir herumtrage und nicht vergeben kann. Alles was ich nicht vergebe und wo ich an Ärger, Groll, Wut, Hass und Schmerz festhalte, bindet mich an die Vergangenheit. Der Schmerzkörper, der sich aus alten Überzeugungen und Glaubenssätzen speist, drängt immer wieder an die Oberfläche und überflutet uns mit altem unaufgelöstem Schmerz.

In uns lebt eine Instanz die alles dafür tut, dass das Leiden weitergeht, - das Ego. Das Ego erschafft und lebt von der Überzeugung der Trennung. Es reißt immer wieder die Herrschaft an sich und holt uns aus dem Einssein mit dem Leben. Nur durch Bewusstheit, durch achtsames Beobachten meiner Reaktionen kann ich die Strategien des Ego erkennen. In diesem Erkennen liegt der Beginn der Heilung. Das Ego projiziert alles nach Außen. ( Schuld haben immer die anderen oder die Umstände ).

Nur ständiges Gewahrsein, das beharrliche Schulen des inneren Beobachters, befähigt uns, die Vorgehensweise des Ego zu durchschauen.
Die wirkliche Arbeit findet im täglichen Miteinander statt. Wenn ich z.B. bemerke, dass ich meine Liebe zurücknehme, mich ärgere oder jemanden verurteile, sind dies wunderbare Gelegenheiten hinzuschauen. Bin ich in diesen Momenten achtsam, ergeben sich daraus unschätzbare Möglichkeiten der Befreiung. Wenn alter Schmerz aktiviert wird und mein Handeln/ meine Reaktion nicht mehr aus dem Erwachsenen kommen sondern aus dem verletzten Kind ( Schmerzkörper ) kann ich lernen diesen Schmerz zu fühlen und die Gedanken zu erkennen die den Schmerz aufrechterhalten. Diese Gedanken kann ich überprüfen und damit Schritt für Schritt erkennen, wie ich meine Liebe, Freude und Lebendigkeit zurückhalte.

Meinen Schmerz überantworte ich dem Leben, dem inneren Führer, höherem Selbst oder wie immer wir das göttliche Sein benennen, - und der Schmerz wird verwandelt. Ich erkenne, das bewusstes Fühlen seelische Läuterung bedeutet. Ich kann mir und anderen vergeben und finde inneren Frieden, indem ich endlich all die Geschichten loslasse, die mich hindern einfach nur (offen und verletzlich) zu sein.

So können nach und nach alte Trennungsmuster (angesammelte Konzepte, Überzeugungen, Gewohnheiten) ent-lernt werden. Unser höheres Selbst führt uns, ruft uns auf, den Weg nach Hause anzutreten. Mit seiner ihm innewohnenden Weisheit stösst es uns immer wieder mit der Nase auf das, was gerade anliegt. Jeder Konflikt der auftaucht, jedes Selbstbild an dem du festhältst, was an Gefühlen du immer noch meinst nicht zulassen zu können, jede neuen Identifikation ist ein Hinweis tiefer zu gehen.
Bist du bereit dich führen zu lassen, findest du zurück in deine Mitte, in dein Herz, wo deine Liebe, Freude und Lebendigkeit wohnen.

Der Atem befreit die Energie und verbindet uns mit unserem innersten Selbst. ( Für mich ist es die Lebenskraft, die Göttin, das Bewusstsein das alles durchdringt ). Wir lassen geschehen, was geschehen will. Der Atem trägt uns durch alles hindurch: Angst kann sich auflösen, die starre Ego-Kontrolle weicht auf. Wir tauchen in den Raum dahinter ein, in das "Ich bin", in das lebendige Sein, und werden zu einem Liebhaber(in) der Wirklichkeit, wie Byron Katie es so schön ausdrückt.

Ich glaube an die Selbstregulation des Universums und wir sind Teil dieser Regulation. Jede Tat, in bedingungsloser Liebe ausgeführt, heilt. Eltern, die lernen ihre Kinder bedingungslos zu lieben; Ehepartner, die daran arbeiten ihren Partner bedingungslos anzunehmen; der Unternehmer, der die Seidenmanufaktur in Kambodscha wieder aufbaut; der Mann, der die Orang-Utans rettet, - all das ist Ausdruck der Liebe. Jemand der einen Vogel von Ölschlamm befreit handelt in bedingungsloser Liebe, da er vom Vogel sicherlich keine Dankbarkeit erwartet. Bei Menschen wird es schon problematischer. Da sollten wir achtsam sein, dass das Ego sich nicht einmischt.
Taten der Liebe heilen uns, unsere Mitmenschen und unsere Umwelt. Es ist schön das Augenmerk auf die positiven Taten zu richten und damit Ansporn zu geben mehr Liebe in die Welt zu bringen.
Alles ist wichtig: In Liebe die Vögel im Garten füttern, deine Umwelt schützen, achtsamen Umgang miteinander zu pflegen, sowie die wunderbaren Menschen die Grosses leisten, um zur Heilung der Welt beizutragen. Da wo du stehst, ist deine Liebe gefragt.

Wir sind Geist, der sich in der Form ( Körper / Materie ) ausdrückt. Das lebendige, sinnerfüllte Sein ist die Verbindung von beidem, eine fliessende Interaktion.
Da wir verlernt haben in das Geistige, in die Innenwelt zu gehen und diese dann nach Außen zu bringen, ist unsere Wirklichkeit in immer sinnloseren Formen erstarrt.
Doch nur in der Innenschau ist die Anbindung an das Göttliche, an das Unerklärbare zu finden.

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Letztendlich erkennen wir, dass es gar nichts anderes gibt als Liebe. Alles was nicht Liebe ist, ist Illusion. Liebe ist das kosmische, universelle Prinzip der Verbindung, das unendliche Spiel von Einheit und Dualität, von Wahrheit und Wirklichkeit, das Schöpfungsspiel. Sie erzeugt das Kraftfeld, und zugleich ist sie das Kraftfeld und jeder, der die Liebe in all ihren Facetten lebt, ist im Außen Teil dieses Kraftfeldes, während er im Lotus seines Herzens das gesamte Kraftfeld beherbergt. Hinter dem unsichtbaren, geheimnisvollen, dem wir den Namen "Gott" gaben, hatte sich seit Anbeginn der Zeiten das Mysterium der Liebe versteckt.

Christina Kessler in Herzensqualitäten
www.christinakessler.com